Einladung zur positiven Transformation: Gemeinsam die Zukunft der Cybersicherheit gestalten

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Nico Reiser

CISO RDU Security Center
Senior Cybersecurity Expert
Data Protection Engineer

experience in security since 1996

Cybersicherheit ist kein statisches Feld, sondern ein dynamischer Prozess, der stetiges Lernen, Austausch und eine klare Vision erfordert. Bei Reiser & Partner liegt es uns am Herzen, nicht nur Herausforderungen zu benennen, sondern auch Perspektiven zu schaffen, die zu nachhaltigen Lösungen führen. In diesem Artikel möchten wir Themen aufgreifen, die uns in Gesprächen mit Verantwortlichen aus Wirtschaft, IT-Administration und unserem Security-Netzwerk immer wieder begegnen. Es geht nicht um Werbung, sondern um einen sachlichen Dialog, der Raum für Erkenntnis und gemeinsames Wachstum bietet.


Thema 1: Vertrauensverlust im Security-Consulting – Ursachen und Wege zur Wiederherstellung

Seit den 2010er Jahren hat sich der Begriff „Consulting“ zu einem inflationär genutzten Modewort entwickelt. Viele Unternehmen berichten von enttäuschenden Erfahrungen: Hochtrabende Versprechen externer Dienstleister, gefolgt von mangelhaften Ergebnissen und fehlendem Fachwissen. Eine Rückmeldung aus dem Umfeld großer ISPs bringt es auf den Punkt: „Heute vertrauen wir fast ausschließlich auf interne Lösungen – die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit war zu groß.“

Warum ist das so?

  • Qualifikationslücken: Viele Berater verfügen über Zertifikate, aber kaum über praktische Erfahrung.
  • Systemisches Versagen: Die Bolognia-Studiengänge produzieren oft Theoretiker, die unter Zeitdruck lernen, aber keine Gelegenheit haben, Wissen in der Praxis zu vertiefen.
  • Dynamik vs. Statik: Cybersicherheit ist ein Schnellboot in einem Ozean aus sich ständig wandelnden Bedrohungen. Lehrpläne und Consulting-Methoden hinken dieser Realität hinterher.

Lösungsansätze:

  • Praxiserfahrung priorisieren: Hochschulen sollten Experimentierräume schaffen, in denen Studierende reale Szenarien durchspielen – fernab von Bulimielernen.
  • Neue Karrierepfade: Unternehmen müssen „Blue Collar“-Fähigkeiten (technisches Know-how) gleichwertig mit „White Collar“-Kompetenzen (strategisches Denken) bewerten.
  • Transparenz statt Illusion: Berater und Hersteller sollten klare Leistungsversprechen machen – frei von Marketing-Hype.


Thema 2: Cybersicherheitsstudium – Zwischen Ideal und Wirklichkeit

Unser Gründer Nico Reiser, der selbst mit 39 jahren nochmal mit jungen Studenten 5 Jahre den UNITS-Studiengangs für IT- und Unternehmenssicherheit besuchte, kennt die Hürden: Ein Cybersicherheitsstudium in Deutschland ist nicht nur eines der anspruchsvollsten, sondern auch eines der kostenintensivsten. Studierende kämpfen mit überholten Skripten, fehlenden Ressourcen und einem Workload, der kaum Raum für praktische Vertiefung lässt.

Herausforderungen im Detail:

  • Kosten: Bis zu 500 € pro Semester für Fachbücher, teure Hardware und veraltete Bibliotheksbestände.
  • Zeitdruck: Bullemielernen statt Experimentieren – Vorlesungen vermitteln Schlagworte, aber kein Handwerkszeug.
  • Praxisferne: Absolventen verlassen die Uni oft ohne Erfahrung in Linux, Virtualisierung oder aktuellen Tools wie EDR/SIEM.

Was braucht es?

  • Diplom reloaded: Zentralprüfungen am Ende des Studiums, kombiniert mit Freiräumen für praxisorientierte Projekte.
  • Finanzielle Entlastung: Stipendien, staatliche Förderungen und Kooperationen mit der Industrie.
  • Professoren unterstützen: Mehr wissenschaftliche Mitarbeiter und moderne Infrastruktur, um die Lehre dynamisch zu gestalten.


Thema 3: Vom Talentabfluss zur Talentförderung

Deutschland verliert seine besten Cybersicherheitstalente an Länder, die Gehälter ab 140.000 € bieten – verständlich, wenn man bedenkt, welche Investitionen (bis zu 180.000 € Lebenshaltungskosten während des Studiums) und Anstrengungen hinter ihrer Expertise stehen. Gleichzeitig suchen Unternehmen verzweifelt nach Fachkräften, die mehr können als Tools bedienen.

Wie brechen wir diesen Teufelskreis?

  1. Attraktive Arbeitsbedingungen: Remote-Jobs, faire Gehälter und Karrierepfade, die Fachkarrieren ohne Führungsrolle ermöglichen.
  2. Quereinsteiger willkommen: Praxisorientierte Zertifizierungen (z. B. OSCP, CISSP) und Werkstudentenprogramme als Alternative zum klassischen Studium.
  3. Unternehmen in der Pflicht: Cybersecurity-Experten müssen bei der Personalauswahl einbezogen werden – nur sie erkennen echte Skills.


Ausblick: Gemeinsam Verantwortung tragen

Die genannten Herausforderungen sind systemisch – doch Systeme lassen sich verändern. Bei Reiser & Partner setzen wir auf pragmatische Brücken zwischen Theorie und Praxis:

  • Für Unternehmen: Wir vermitteln erfahrene Remote-Experten, die ISO 27001, Pentesting oder Forensik nicht nur aus Büchern kennen.
  • Für Talente: Wir schaffen Arbeitsumfelder ohne Gruppendruck, die Raum für Kreativität und Weiterentwicklung bieten.

Die Zukunft der Cybersicherheit liegt in der Kooperation aller Akteure: Hochschulen, die Mut zur Reform zeigen; Unternehmen, die in echte Expertise investieren; und Politik, die Rahmenbedingungen schafft, die Talenten eine Perspektive bieten.

Wir laden Sie ein: Lassen Sie uns diese Transformation gemeinsam gestalten – sachlich, lösungsorientiert und mit dem Ziel, Vertrauen durch Qualität zurückzugewinnen.

Reiser & Partner – Für eine Sicherheitskultur, die Wissen, Mensch und Praxis verbindet.