*Grrgrfrx hau würgrfz – das ist die wütende, unartikulierte Antwort von Asterix und Obelix, wenn ihnen eine Situation begegnet, die jede Vernunft beleidigt. Ähnlich fühlt sich heute, im Jahr 2025, ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung, wenn das Thema Headhunter und Jobvermittlung aufkommt.

Früher, in den klareren, einfacheren 1960er Jahren Europas, genügten handgeschriebene Lebensläufe, sorgfältig und mit persönlicher Handschrift strukturiert, um einen Arbeitgeber von den eigenen Fähigkeiten zu überzeugen. Heute hingegen, zu einer Zeit, in der digitale Vernetzung und amerikanische Unternehmenskultur Europa vollständig kolonialisiert haben, sind Bewerbungsverfahren so entmenschlicht wie noch nie.

Jobportale und Karrierenetzwerke wie LinkedIn oder Xing dominieren den Arbeitsmarkt. Qualifikationen, Talente, sogar bahnbrechende Innovationen – sie alle verschwinden hinter digitalen Profilen, die mehr Selbstdarstellung und Performance als tatsächliche Kompetenz vermitteln. Um aufzufallen, muss der moderne Bewerber weit mehr als früher bieten: Es ist nicht nur ein Striptease der Qualifikationen, sondern ein vollständiges Sich-selbst-Entblößen. Premium-Mitgliedschaften versprechen vermeintliche Chancen auf exklusive Jobangebote, natürlich nur gegen Vorkasse und ohne Garantie auf tatsächliche Vermittlung.

Der Druck, sich zu präsentieren, ist inzwischen unerträglich geworden. Menschen arbeiten buchstäblich umsonst, indem sie im Voraus Mitgliedschaften bezahlen, ohne dafür sicher eine Stelle zu erhalten. Loyalität und Dankbarkeit werden erwartet, obwohl Fairness und Sicherheit längst zu Fremdwörtern geworden sind. Die geltenden Arbeitsgesetze entpuppen sich dabei vielfach als reine Theorie, eine Praxis der Augenwischerei, die den Millionen von Beschäftigten kaum hilft.

Ein besonders frappierender Fall erreichte uns kürzlich bei Reiser & Partner aus unserem nativen Community-Netzwerk: Ein IT-Administrator der ersten EDV-Generation, der noch heute Vollzeit arbeitet und höchste Wertschätzung für sein Engagement in der Gemeinschaft genießt, berichtete irritiert: „Ich habe einen Anruf von einem Headhunter am Arbeitsplatz erhalten!“

Die zweideutige Formulierung seiner Aussage verdeutlicht das Dilemma: Einerseits schmeichelt es dem Ego, wenn man aktiv angeworben wird. Andererseits ist es ein Eingriff in die Privatsphäre, ein Ausdruck fehlender Wertschätzung und Respektlosigkeit gegenüber dem aktuellen Arbeitgeber. Headhunter greifen ungeniert in die Arbeitszeit ihrer Zielpersonen ein, ignorieren persönliche Grenzen und bieten oft Stellen an, die in Wirklichkeit wenig mit den eigentlichen Qualifikationen oder Interessen der Kandidaten zu tun haben.

Die Praxis, Bewerber ungefragt am Arbeitsplatz anzurufen, hat zugenommen und sorgt für zunehmenden Unmut. Oft sind die Versprechungen verlockend, die Realität jedoch ernüchternd: Stellenangebote entpuppen sich als Mogelpackungen, Gehälter sind geschönt, Karrierechancen überzeichnet. Der Kandidat wird zum Spielball von Interessen, die weniger mit einer echten Verbesserung seiner Lebenssituation zu tun haben als vielmehr mit dem Erfüllen von Vermittlungsquoten und Bonuszahlungen der Headhunter.

Insgesamt offenbart sich eine fragwürdige Ethik, die inzwischen fest zum Geschäftsmodell vieler Jobvermittlungen gehört. Wer sich heute auf Jobsuche begibt oder kontaktiert wird, tut gut daran, skeptisch zu bleiben und genau hinzuschauen, bevor er sich vom Glanz der leeren Versprechungen blenden lässt. Es bleibt die ernüchternde Erkenntnis: Nicht jeder Headhunter, der ruft, meint es wirklich gut mit dir – auch wenn er genau das behauptet.

Jetzt könnte man den Artikel und Beitrag sicher wieder beenden und würde beim heutigen Tiefgang vieler Tageszeitungen oder Magazine landen, die zwar gerne jammern und die Probleme benennen, aber die Lösungen, auf die es ankommt, regelmäßig vernachlässigen – denn es fällt wie so oft kaum jemandem etwas Neues ein. Nico Reiser von Reiser & Partner aus Karlsruhe hat hingegen schon 2017 eine pragmatische und zukunftsweisende Lösung ins Leben gerufen.

Diese Lösung nennt sich Native Freelancer Community – eine Community von IT- und Security-Professionals, die selbstbestimmt eine eigene, unabhängige Agentur betreiben. Dabei geht es explizit darum, sowohl die realen (und nicht künstlich konstruierten oder oberflächlichen) Belange von Freelancern zu vertreten, als auch Auftraggebern in einer kostenfreien persönlichen Agenturmitgliedschaft die Möglichkeit zu geben, wirklich passende und qualifizierte Freelancer zu finden.

Nico Reiser selbst nimmt dabei eine zentrale Rolle für beide Seiten ein: Für die Freelancer ist er gemeinsam mit seinem Team aus weiteren Freelancern und festen Mitarbeitern eine Art väterlicher Freund, ein erfahrener Mentor und pragmatischer Unterstützer zugleich. Für Arbeitgeber garantiert er echte Experten auf Augenhöhe. Wenn ein Unternehmen Reiser & Partner kontaktiert, erhält es nicht nur warme Worte und leere Versprechen, sondern Beratung durch studierte Informatiker und zertifizierte Sicherheitsfachleute, die Anforderungen wirklich verstehen – statt nur so zu tun. Die Finanzierung dieses Modells erfolgt solidarisch über die Beiträge der Community, die durch die erzielte Zufriedenheit aller Beteiligten nachhaltig funktioniert und floriert.

Die Native Freelancer Community bietet neben der reinen Vermittlungstätigkeit über 50 weitere Services und Tools an, die Freelancer gegen einen minimalen Unkostenbeitrag nutzen können, darunter Rechtsberatung, Versicherungsberatung, gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten und professionelles Projektmanagement. Aber darauf kann man gerne später ausführlicher eingehen.

Doch hat dieses innovative und unabhängige Modell Erfolg?

Die Antwort überrascht positiv: Trotz eines bewusst zurückhaltenden und bescheidenen Internetauftritts, der sich bewusst gegen den allgegenwärtigen digitalen Selbstdarstellungshype stellt, verzeichnet Reiser & Partner Wachstumsraten, die viele etablierte Konzerne neidisch werden lassen könnten. Eine vom Branchenverband Bitkom veröffentlichte Studie bestätigt, dass alternative Freelancer-Netzwerke, die auf direkte und authentische Kommunikation setzen, jährlich zwischen 15 und 25 Prozent wachsen, während traditionelle Headhunting-Agenturen oft stagnieren oder Rückgänge erleben (vgl. Bitkom Research 2024, „Digitale Freelancer-Agenturen im Wandel“).

Fragt man Nico Reiser nach dem Geheimnis seines Erfolgs, zitiert er nüchtern und überzeugend eine scheinbar altmodische, aber zeitlos gültige Kaufmannstugend:

„Ehrlich währt am längsten.“

Genau diese Offenheit und Geradlinigkeit scheint heute wieder gefragt zu sein – gerade weil sie so selten geworden ist. Nico Reiser und die Native Freelancer Community zeigen somit eindrucksvoll, dass Authentizität, Transparenz und Menschlichkeit nicht nur schöne Schlagworte sind, sondern konkrete Erfolgsfaktoren in einer digital entfremdeten Arbeitswelt darstellen.


Quelle:

Eigene Darstellung auf Grundlage von Informationen der Kanzlei Reiser & Partner (Karlsruhe).

Bitkom Research (2024): „Digitale Freelancer-Agenturen im Wandel“, Branchenbericht, Bitkom e.V., Berlin.